Caring Companies

Vereinbarkeit ist nicht das Ziel. Eine Arbeitskultur, für die Sorgearbeit selbstverständlich ist, ist es.

Immer mehr Organisationen entdecken Vereinbarkeit als Antwort auf den Fachkräftemangel: flexible Modelle, Elternzeit-Programme, vielleicht ein Betriebskindergarten. Gut gemeint – und trotzdem etwas zu kurz gedacht.

Schlecht geplant – oder Systemfehler?

Einzelne Maßnahmen ändern nichts an der Grundannahme, dass Sorgearbeit Privatsache ist und den normalen Betrieb stört.

Solange diese Annahme steht, bleibt jede Regelung ein Zugeständnis, das Beschäftigte individuell aushandeln müssen – und das sich im Zweifel gegen sie wendet, wenn es um Verantwortung, Sichtbarkeit und Aufstieg geht. Wer sorgt, gilt als weniger verfügbar. Genau diese Logik treibt qualifizierte Menschen aus Organisationen heraus, die sie eigentlich halten wollen.

Solange Care als Sonderfall gilt, den man mit dem Betrieb aushandeln muss, bleibt sie ein Risiko für die eigene Position.

Wo ich ansetze

Der Hebel liegt deshalb nicht in einzelnen Angeboten, sondern in der Kultur. Eine Organisation, die Care als Normalfall begreift, muss Vereinbarkeit nicht immer wieder neu ermöglichen – sie setzt sie voraus. Das verändert, wer Verantwortung übernehmen kann, wer bleibt und wer aufsteigt.

In Vorträgen und Workshops geht es darum, was einen Arbeitsplatz konkret carefreundlich macht – und wie Führung damit umgeht, ohne Sorge zum Frauenthema zu erklären.

Machtsensible Führung erkennt, dass Menschen sehr ungleiche Spielräume mitbringen; gendersensible Führung sieht, wie Rollenerwartungen diese Spielräume verteilen. Beides lässt sich lernen, und beides wirkt direkt auf Bindung und Leistungsfähigkeit von Teams.

Woran wir arbeiten

Sie wollen Ihre Arbeitskultur in diese Richtung entwickeln? Fragen Sie mich an.

Viele Arbeitgeber wollen sich für die Zukunft besser aufstellen. Der demographische Wandel macht es erforderlich, dass jede Fachkraft dringend gebraucht wird.

In Vorträgen und Workshops helfe ich, die passenden Weichen zu erkennen und zu stellen.

Presse

Surplus Magazin

Juni 2025 – von Jo Lücke

Neue Narrative

August 2024 - Impulsgeberin Jo Lücke

So unterstützt ihr eine gerechte Aufteilung von Sorgearbeit

Unternehmen können das Ungleichgewicht bekämpfen – und ihre Mitarbeiter*innen grundsätzlich in der Sorgearbeit unterstützen.


Süddeutsche Zeitung

28.02.2024 - Interview Jo Lücke

Die marode Care-Infrastruktur ist eine Beförderungsmaschine für mittelmäßige Männer"
(Interview)


Elterngeld und Ehegattensplitting wurden einst als Meilensteine der Gleichstellung verkauft. Doch sie haben bestehende Ungleichheiten verschärft.