Care &
Mental Load
Wir haben uns die Rollenfallen, in denen wir oft stecken, nicht ausgesucht. Aber es gibt Wege heraus.
„Warum muss immer ich an alles denken?"
Der Satz fällt in fast jeder Familie – meist von der Person, die den Überblick behält, plant, erinnert und organisiert, ohne dass es jemand sieht.
Mental Load ist die unsichtbare Arbeit des Drandenkens.
Schlecht geplant – oder Systemfehler?
Das Naheliegende wäre, das als Frage von Organisation oder gutem Willen zu behandeln: bessere Listen, klarere Absprachen, mehr Mühe.
Aber die ungleiche Verteilung ist kein Planungsfehler. Sie folgt Rollenerwartungen, die wir alle lange vor der ersten gemeinsamen Wohnung verinnerlicht haben, und sie wird von Strukturen gestützt, die das eine Modell belohnen und das andere verteuern. Wer das versteht, hört auf, sich selbst die Schuld zu geben – und kann anfangen, wirklich etwas zu ändern.
Die ungleiche Verteilung folgt Rollenerwartungen und wird von Strukturen gestützt, die das eine Modell belohnen und das andere verteuern.
Für Sorge
Genau darum geht es in meinem Buch „Für Sorge" und in meinen Angeboten rund um Care-Arbeit: nicht um Schuld, sondern um Muster – und um konkrete Wege, wie Paare und Familien Sorgearbeit fair verteilen, ohne sich dabei aufzureiben.
Der Mental-Load-Test
Ein guter Startpunkt ist, das Unsichtbare erst einmal sichtbar zu machen. Deswegen habe ich den Mental-Load-Test entwickelt. Dieser – und weitere Tests für Kinder und Jugendliche – zeigt, wer gerade woran denkt. Als Grundlage für ein Gespräch, das manchmal schwer in Gang kommt.